
04.03.26 –
Zu Ihrer Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren zur Einleitung von Grubenwasser in die Lippe
In dem am 03.03.2026 veröffentlichten Artikel von Frau Tatenhorst wird über den aktuellen Stand des laufenden Genehmigungsverfahrens zur Einleitung von Grubenwasser in die Lippe berichtet.
Nur nebenbei wird dabei erwähnt, dass das Grubenwasser „verunreinigt“ ist – aus meiner Sicht eine Verharmlosung der Angelegenheit. Denn, um es ganz deutlich zu sagen: Es handelt sich bei dem Grubenwasser um eine regelrechte Giftbrühe. Selbst die RAG bestreitet nicht, dass zu Zeiten des aktiven Bergbaus zum Verfüllen der Schächte zwischen Mitte der 80er-Jahre und 2006 zig Millionen Tonnen industrielle Massenreststoffe und Filterstäube unter Tage eingebracht wurden. Laut einem Gutachten wurden davon allein in Bergkamen auf Haus Aden/Monopol 1.321 t Zink, 403 t Blei sowie 7,2 kg Dioxine und Furane eingebracht.
Diese Gifte sollen nun nach einem mehrjährigen Pump-Stopp mit dem Grubenwasser gehoben und in die Lippe geleitet werden. Zwar baut die RAG derzeit eine Filteranlage, aber der Großteil der Gifte, darunter auch das Ultragift PCB, wird dadurch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht herausgefiltert. Dies steht im krassen Widerspruch zur EU-Wasserrahmenrichtlinie, die untersagt, dass sich die Wasserqualität von Oberflächengewässern verschlechtert.
Warum also wird auch seitens der Bezirksregierung bei kritischen Fragen abgewiegelt und verharmlost? Warum muss man das Gefühl haben, dass sich die Bezirksregierung mehr der RAG als unserer aller Gesundheit verpflichtet fühlt?
Die Lippe wird schleichend vergiftet – und die Bezirksregierung schaut zu! Ein Skandal!
Barbara Kestermann
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